Schaschlik mit Pommes – nicht nur im Imbiss ein Klassiker

Oktober 11, 2011 by Fritti  

Foto: Gerda Müller / pixelio.de

Magere Fleischwürfel, geräucherte Bauchscheiben, Paprika und Zwiebeln – auf einen meist aus Holz bestehendem Spieß aufgesteckt: So kennen und lieben die Imbissbesucher das Schaschlik. Auch auf den Tischen zu Hause wird diese Leckerei sehr gerne serviert – von Groß bis Klein freut sich jeder schon, wenn bei der Zubereitung der deftige Geruch durch die Küche zieht. Als Snack in der Mittagspause ist ein Schaschlik wunderbar geeignet – weswegen er zum „Imbiss an der Ecke“ gehört, wie die Bulette oder die Currywurst. Schon mit einem Brötchen oder einer Scheibe frischem Brot sind manche Mittagspausierer hier zufrieden, noch lieber aber essen sie das Schaschlik mit einer Portion goldgelber, frisch frittierter Pommes Frites. Die Fleischspieße werden mit Soße und Reis natürlich auch angeboten; der Reis ist jedoch am Imbiss nicht immer beliebt, sondern gehört eher in die Restaurants und die heimische Küche.

Foto: Christine Braune - pixelio.de

Zubereitung von Schaschlik – bunte Abwechslung am Spieß

Abwechselnd werden die frischen und vorgeschnittenen Zutaten für ein Schaschlik auf den Spieß gesteckt. Abwandlungen mit Innereien, zum Beispiel Leber oder Niere, gibt es auch – diese werden jedoch am Imbiss nur ganz selten angeboten, da gekochte Innereien nicht unbedingt jedermanns Sache sind. Schön eng gesteckt wird das Fleisch innen saftig, außen knusprig; der Speck verleiht zusammen mit Paprika und Zwiebeln die typische Geschmacksnote, die meistens von Curry unterstützt wird. Weiterhin wird der Spieß mit Salz und Pfeffer, sowie etwas scharfem Rosenpaprika gewürzt. Diese Zubereitungsweise ist die am weitesten verbreitete, zumindest, was den deutschen Raum anbelangt. Gegrillt oder angebraten wird das Fleisch, bevor die Spieße einige Zeit geschmort werden. Aus dem Sud, der beim Schmoren entsteht, wird – nicht selten unter Zuhilfenahme von Ketchup, gehackten Tomaten und Currypulver – die Soße zubereitet, die zu Pommes einfach nur göttlich schmeckt.

Die Soße: mild-würzig oder feurig scharf

Chili - Foto: Joujou - pixelio.de

Die Soßengrundlage kann beliebig verfeinert werden. Manche Imbissbesucher lieben das Prickeln auf der Zunge, das Brennen im Rachen – sie mögen’s heiß. Richtig „hot“ wird die Schaschliksoße, wenn Chili oder Cayennepfeffer beigefügt werden. Je nach Menge dieser Gewürze sollte diese Variation nicht ausprobiert werden, wenn zartbesaitete Gäste oder Kinder mit am Tisch sitzen. Hier kann dann auch einmal eine süß-saure Abwandlung oder die Barbecue-Soße nach dem „american way“ kredenzt werden. Übrigens gibt es auch bei der Soße Vorlieben, was die Menge betrifft: Der eine mag das Schaschlik am liebsten „schwimmend“ – der andere kommt mit einem Klecks Soße aus. Angesichts der leckeren, rotbraunen Soße ist es fast ein Stilbruch, wenn die Fleischspieße nur gebraten und mit Ketchup verfeinert angeboten werden.

Abwandlungen aller Art

Die Bezeichnung Schaschlik rührt aus der russischen Sprache her – kein Wunder, ist dieser Fleischspieß doch kaukasischer Herkunft. In Russland benennt der Imbissbesucher sein Büdchen sogar nach dem Spieß. Hierzulande hat sich die Bezeichnung so sehr eingebürgert, dass es gar keine Rolle spielt, was genau auf einem Fleischspieß aufgesteckt, beziehungsweise wie dieser zubereitet wird. Schaschlik heißt manchmal also auch ein Spieß aus Meeresfrüchten, serviert mit einer Cocktailsoße – eher fruchtig, denn deftig. Fisch, Pute, Lammfleisch: Die Variationen sind nicht nur durch das verwendete Fleisch, sondern auch durch diverse Gemüsekreationen schier unendlich. Leibspeise ist und bleibt das Schaschlik dennoch – nicht nur am Imbiss.

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