Den Imbiss auch im Winter einladend gestalten
Januar 8, 2012 by Fritti
Im Sommer ist jeder Imbiss, der gutes Essen verkauft, auch im Fokus aller Fans von Pommes und Co. Doch ein kühler Frühling, ein verregneter Herbst und vor allem natürlich der Winter sind nicht unbedingt einladend für die Gäste, die ihr Essen vor der Bude zitternd und im Schneegestöber beziehungsweise Nieselregen auch dementsprechend nicht genießen können. Diejenigen, die – in Windeseile – aus dem Auto hechten, um ihr nach Möglichkeit vorher telefonisch bestelltes Mittags- oder Abendessen abzuholen, haben schon beim kurzen Bezahlen und Entgegennehmen der verpackten Speisen klamme Finger. Zudem ist die Frisur ruiniert, die Kleidung nass: Da ist der Umsatzeinbruch quasi vom Wetter beschlossene Sache. Imbissbetreiber, die nicht ohnehin eine kleine Sitzecke in ihrem Laden vorweisen können, müssen sich also etwas einfallen lassen – nicht so einfach, denn immerhin gibt es hier genaue Vorstellungen seitens der Städte und Gemeinden, was den Straßenverkauf betrifft.
Fahrende Imbisswagen haben es am schwersten
Die Betreiber der Imbisswagen, die zum Teil jeden Tag an einem anderen Ort im Landkreis oder innerhalb eines Stadtgebietes unterwegs sind, haben es nicht leicht, wenn das Wetter nicht passt. Da die Erlaubnis zum Verkauf meistens keine Genehmigung für eine Bestuhlung beinhaltet, ist die Lage beinahe aussichtslos. Um Stühle und Tische aufstellen und dort auch Gäste bewirten zu dürfen, müssen sanitäre Anlagen verfügbar sein. Diese fehlen aber meistens, weswegen sich das Thema der Bewirtung vor dem Imbiss gleich mit erledigt hat. Die einzige Möglichkeit, den Kunden bei schlechtem Wetter ein wenig Schutz vor dem Imbisswagen zu bieten, ist eine Markise, die aber an den meisten Anhängern beziehungsweise Verkaufswagen angebracht ist. Ein seitlicher Windschutz kann angebracht werden – das ist aber auch schon alles. Wie schön haben es da die Inhaber der Fast Food Lokale, die für ihre Gäste auch bei miesem Wetter ein lauschiges Plätzchen in der Ecke haben. Jene Läden, die eher nach Art eines Kiosks aufgebaut sind, können – falls sie die Konzession dafür bekommen – für Toiletten sorgen und sogar Anbauten errichten, in denen die Gäste sich bei praller Sonne wie hühnereigroßen Schneeflocken gleichsam wohlfühlen dürfen. Wer dann noch mit entsprechenden Aktionen etwas Werbung macht, muss sich nicht mit einem Umsatzminus beschäftigen.
Alle Jahre wieder…
Ein günstiger Standort ist in der Weihnachtszeit ein Garant für dickes Geschäft. Unabhängig vom Wetter sind die Menschen allesamt im Stress: Einkäufe werden bis zur letzten Minute noch vorgenommen – da bleibt nicht immer Zeit für das heimische Kochen. Der Papa wird manchmal kurzerhand mit den Kindern zum Pommes-Essen abkommandiert, damit die Mama in der Zwischenzeit die Geschenke besorgen kann. Doch auch hier spielt die Atmosphäre eine Rolle. Bibbernd im Schneegestöber mag nicht einmal das freudenstrahlende Kind seinen Burger oder die Currywurst verdrücken – ein Pavillon oder ähnliches könnte helfen, so denn erlaubt. Ansonsten gehört auch in die vorweihnachtliche Imbissbude ein kleines Radio mit weihnachtlicher Hintergrundmusik – oder ein Kontrastprogramm. Die Verkäufer mit neckischen Nikolaus-Mützen, auf der Schürze ein kleines Weihnachtsengelchen und natürlich an der Markise eine Lichterkette, vielleicht kombiniert mit einem Kletter-Maxe im Santa Claus Verschnitt: So kann der Imbiss, der im Sommer Hochsaison hat, auch im Winter wenigstens kostendeckend arbeiten. Nicht selten entscheiden sich die Betreiber aber, in den kalten Monaten einer anderen Beschäftigung nachzugehen – vor allem als Inhaber eines fahrenden Imbisswagens.












