Tipps für Fastfood Fans – Fastfood ohne Reue

September 4, 2010 by Fritti  
Filed under Branchennews, Pommeswelt, Tipps

Mehr als jeder zweite Bundesbürger bringt zu viele Pfunde auf die Waage. Wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte, waren 51 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland 2009 übergewichtig. Eine der Hauptursachen sehen Ernährungswissenschaftlicher im vermehrten Außer-Haus-Verzehr und den vielen Fastfood-Angeboten, die an jeder Ecke zum Essen verführen. Zu fett, zu süß, zu viel, zu stark verarbeitet – ist Fastfood grundsätzlich ungesund? Der Gastronomieexperte Dirk Lindemann vom INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel erklärt, wie man gutes von schlechtem Fastfood unterscheidet und wie man das schnelle Essen sinnvoll in den Speiseplan einbindet.

Aktuelle Studien zeigen, dass sich immer mehr Menschen immer weniger Zeit für ausgewogene und selbst zubereitete Mahlzeiten nehmen. Zeitmangel, Mobilität, und Singelisierung kennzeichnen unsere Lebensweise, alles muss schnell erledigt werden, auch das Essen. “Während früher die traditionellen Mahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendbrot unseren Arbeitsalltag strukturiert haben, bestimmen heute unsere Terminpläne weitestgehend, wann und wo wir essen: Auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zwischen zwei Terminen, während der Wartezeit auf dem Bahnhof oder Flughafen”, erklärt Dirk Lindemann, Leiter des Segments Hospitality in Deutschland bei SGS INSTITUT FRESENIUS. Laut einer Umfrage des Magazins “Men”s Health” geht fast die Hälfte aller Deutschen mindestens einmal in der Woche in ein Fastfood-Restaurant. Demgegenüber steht der Wunsch nach Gesundheit und Fitness – 43 Prozent der Fastfood-Esser haben laut “Men”s Health” nach dem Mahl ein schlechtes Gewissen. “Fastfood muss aber nicht ungesund sein”, meint der Lebensmittelchemiker Dirk Lindemann. “Es kommt vielmehr auf die richtige Auswahl und die Qualität der Speisen an.”

Vom Döner bis zur Edelcurrywurst – was genau ist Fastfood eigentlich?

XXL-Burger, fettige Pommes und energiedichte Dressings wie Mayonnaise – bei Fastfood denken viele zunächst an minderwertiges, standartisiertes Junkfood US-amerikanischer Prägung. “Fastfood meint aber lediglich, dass die Speisen schnell zubereitet und schnell verzehrt werden, bisweilen auch im Stehen oder Gehen”, erklärt Dirk Lindemann. Und hier hat sich vor allem in den letzten Jahren eine Menge getan: Die Vielfalt der angebotenen Fastfood-Gerichte steigt stetig, und auch die Qualität der angebotenen Speisen nimmt zu. Die Bandbreite reicht heute vom Döner für 2,50 Euro über arabische Falafel, Pizza und Pasta bis zur Bio-Suppenküche. “Vor allem asiatische Garküchen und Gastronomiekonzepte mit schneller italienischer Küche in ansprechendem Ambiente verbinden die Funktionalität und Produktivität von Schnellrestaurants mit den kulinarischen Vorzügen einer klassischen Mahlzeit”, so Dirk Lindemann. “In weniger als zehn Minuten wird dem Kunden eine frische, vollwertige Mahlzeit serviert.” Aber auch das Fastfood deutscher Prägung wird wieder zelebriert und salonfähig gemacht: Grillimbisse bereiten Bratwurst und Kartoffelsalat in guter Qualität und mit regionalen Produkten zu, und Edelimbisse bieten die Currywurst mit Blattgold und Champagner ab 15 Euro an. “Wobei unter letzterem weniger Fastfood zu verstehen ist, sondern eher die Inszenierung eines klassischen Schnellgerichts auf Restaurant-Niveau”, so Dirk Lindemann.

Fastfood und gesunde Ernährung – so funktioniert es

Vor allem chinesische, thailändische, indische oder arabische Schnellrestaurants und Garküchen servieren frische, gesunde und dennoch schnell zubereitete Gerichte. “Die sogenannte ,Fast Casual”-Küche von Anbietern aus dem asiatischen und arabisch-nordafrikanischen Raum hat die schnelle Küche in den vergangenen Jahren revolutioniert und neue Maßstäbe hinsichtlich Schnelligkeit und Frische gesetzt”, erklärt der Gastronomieexperte Lindemann. Im Wok zubereitete Schnellgerichte sind wegen ihres niedrigen Fettgehalts und dem knackigen Gemüse eine gesunde Alternative zur Currywurst und Pommes frites. Wer bei den exotischen Speisen die Finger von den frittierten Varianten lässt, tut seiner Figur etwas Gutes. Scharfe Gewürze wie Chili, Habanero und Co. kurbeln zudem die Fettverbrennung an. Wer es nicht so exotisch mag, sollte auf frische Salate aus der Salatbar oder frisch zubereitete Suppen zurückgreifen. Wichtig ist, dass keine fetten Soßen oder Dressings auf dem Salat oder dem Sandwich landen.
Aber auch klassisches Fastfood ist, ab und zu und in Maßen genossen bei einer ansonsten ausgewogenen Ernährung, nicht schädlich, meint Dirk Lindemann: “Wichtig ist, dass man den Burger oder die Bratwurst mit Pommes frites als richtige Mahlzeit versteht und entsprechend genießt.” Denn das Problematische an Fastfood sei vor allem, dass es meistens zu schnell gegessen werde. So hat man bereits zu viel gegessen, wenn nach ca. 15 Minuten ein Sättigungsgefühl einsetzt. “Durch die schnelle Zubereitung spart der Kunde bereits Zeit. Beim Essen selbst sollte er sich daher bewusst Zeit lassen”, rät Dirk Lindemann.

Wie erkennt man gute Qualität im Imbiss oder Schnellrestaurant?

Vor dem Bestellen sollte man wenn möglich auf die Frische der Zutaten in der Auslage achten und andernfalls von der Bestellung absehen. Genauso wichtig ist der Gesamteindruck der Lokalität im Hinblick auf die Hygiene, sowohl im Zubereitungsbereich sowie im Sitz- oder Stehbereich als auch in den sanitären Einrichtungen. Sehr positiv ist, wenn alle Speisen frisch zubereitet und nicht den ganzen Tag warmgehalten werden, denn das macht den Vitamingehalt einer Speise zunichte. Ein gutes Zeichen für die Umwelt ist, wenn ein Schnellrestaurant das Essen vom Porzellanteller serviert und auf Einweggeschirr oder Umverpackungen aus Schaumkunststoff oder aluminiumbeschichtetem Karton verzichtet.
In Imbissbuden werden die Speisen häufig zum Aufwärmen frittiert, was den Fettgehalt in die Höhe treibt. Besser ist, wenn die Gerichte wie in der klassischen Gastronomie gegrillt, gekocht oder mit wenig Fett gebraten werden.
Wichtig ist auch, dass auf der Speisekarte oder -tafel auf mögliche Zusatzstoffe hingewiesen wird. “Kommt ein Imbiss oder Schnellrestaurant seiner gesetzlich vorgeschriebenen Deklarationspflicht der Zusatzstoffe nicht nach, ist Skepsis angebracht. Denn ähnlich wie auf Lebensmittelverpackungen müssen auch in der Gastronomie alle Zusatzstoffe von Konservierungsstoffen über Geschmacksverstärker bis zu Farbstoffen ausgewiesen werden”, erklärt Dirk Lindemann. Positiv ist es, wenn neben den Zusatzstoffen auch Nährwertangaben gemacht werden. Die großen Fastfoodketten treffen diese Angaben mittlerweile für alle ihre Produkte. “Für den Imbiss um die Ecke ist dies kaum möglich, da es sich nicht um genormte Produkte handelt”, so der Gastronomieexperte. Dort sei es ein gutes Zeichen, wenn sich das Personal auskunftsfreudig gäbe und über die Zusammensetzung, Zubereitung und Herkunft der angebotenen Speisen Bescheid wisse.

Zehn Tipps für reuefreien Fastfood-Genuss vom Gastronomie-Experten Lindemann

1. Das Leckerste zuerst: Essen Sie nicht erst die Beilagen, wenn Sie den Burger am liebsten mögen. Sonst fällt das Aufhören schwer, wenn das Sättigungsgefühl einsetzt.
2. In Ruhe genießen: Wer sich beim Essen hinsetzt und Zeit nimmt, statt im Gehen zu essen, genießt die Mahlzeit und isst dadurch nicht über den Hunger hinaus. Bietet der Imbiss keinen Sitzplatz, suchen Sie sich draußen einen ruhigen Platz oder nehmen Sie das Essen mit nach Hause oder ins Büro.
3. Fettreiche Zubereitung meiden: Achten Sie auf Frittiertes, fett Gebratenes oder Paniertes, auch wenn es sich nur um das panierte Hühnchen im Salat oder im Wrap handelt. Gegrillte, gedämpfte oder gekochte Speisen haben weniger Kalorien.
4. Soße macht dick: Schwere Dressings und weiße Soßen enthalten meist viel Fett, auch wenn sie als Joghurtdressing bezeichnet werden. Senf, Tabasco, Tomatensoße und Essig-Öl Dressings sind gute Alternativen.
5. Teller statt Fladenbrot: Bestellen Sie Döner oder Falafel als Tellerversion und nicht in der kohlenhydratreichen Teigtasche. Außerdem isst man langsamer, wenn man Messer und Gabel benutzt und sein Essen nicht direkt aus der Hand verzehrt.
6. Auf kohlenhydratreiche Beilagen verzichten: Lassen Sie sich den Burger oder die Currywurst wohl schmecken, aber verzichten Sie auf die Beilagen in Form von Kartoffeln, Pommes frites, Reis oder Nudeln.
7. Fertigprodukte meiden: In Fertigsoßen und -salaten oder dem fertig paniertem Schnitzel aus dem Tiefkühler stecken häufig viele Zusatzstoffe, die nicht immer korrekt ausgewiesen werden. Fragen Sie das Personal, ob die Produkte hausgemacht sind oder fertig geliefert werden.
8. Süße Getränke meiden: Gerade bei ohnehin schon kalorienreichen Fastfood-Mahlzeiten sollte man lieber auf stark zuckerhaltige Cola oder Limonade verzichten und stattdessen Wasser trinken – oder einen landestypischen Tee beim Asiaten oder Araber.
9. Weniger Gesundes mit Gesundem kombinieren: Bestellen Sie sich zu einer weniger fettreichen, gehaltvollen Komponente immer eine kalorienarme, z.B. einen frischen Salat zu einer Bratwurst.
10. Nach der Herkunft der Zutaten fragen: Erkunden Sie sich, ob die Produkte aus dem Land oder der Region stammen. Weite Transportwege verbrauchen viel Energie und schaden dem Klima.

Über das INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel

Das INSTITUT FRESENIUS Qualitätssiegel zeichnet seit 1973 Lebensmittel und Konsumgüter aus, die die umfangreichen Prüfanforderungen der SGS INSTITUT FRESENIUS GmbH erfolgreich bestehen. Getestet werden vornehmlich Lebensmittel, aber auch Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel, Kosmetika und Gebrauchsgegenstände, vor allem auf die Aspekte Qualität und Sicherheit. Die ganzheitliche Qualitätsprüfung reicht von der Prüfung der Rohstoffe des Produktes über den Herstellungsprozess bis zum fertigen Produkt inklusive Verpackung und Verschluss und umfasst je nach Produkte ggf. auch Prüfungen der Lieferanten und/oder der landwirtschaftlichen Vorstufe. Geprüft wird immer neutral und unabhängig. Auch nach der Siegelvergabe finden regelmäßig Kontrollen statt. Qualitätsbewusste Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die zertifizierten Produkte sicher sind und genau das enthalten, was die Produktinformationen ausweisen – und zwar nur das. www.qualitaetssiegel.net

Quelle: Pressemeldung

Die Currywurst-Kolumne (3) – das Geheimnis der Sauce

August 19, 2010 by Fritti  
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“Currywurst – Alles, was man wissen muss”, so heißt das ultimative Buch über die Wurst, die wie keine andere Karriere gemacht hat in unserem Land. Geschrieben hat es der Journalist Marc Reisner, wir haben es in der Pommeswelt hier vorgestellt. Für alle, die das Buch gelesen haben und nun noch mehr von Marc Reisner über die Currywurst erfahren möchten und für alle, die es noch nicht gelesen haben, die aber einiges über die Currywurst erfahren möchte, ist diese neue Serie in der Pommeswelt. Wir konnten Marc Reisner als Kolumnisten für die Pommeswelt gewinnen und so gibt es ab heute in unregelmäßigen Abständen eine Currywurst-Kolumne in unserem Fastfood-Portal.

Im dritten Teil unserer kleinen Kolumnenserie lüftet Marc Reisner das Geheimnis dessen, was eine Currywurst erst zur Currywurst macht: die Sauce … Man erfährt wirklich Geheimnisse, die selbst mich als jahrelange Pommeswelt-Chefin ehrlich verblüfft haben.

Würziges Mitbringsel

worcestershire sauce„Ich hab’ dir was mitgebracht.“ Ziemlich rüde knallte ich dem Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens eine schmale Glasflasche auf den Tresen, denn ich war immer noch ein wenig verärgert wegen seiner hinterhältigen Schärfeattacke bei meinem letzten Besuch. „Worcestershire-Sauce.“ Ich betonte jede Silbe.

„Die gehört in jede gute Curry-Sauce. Schon Herta Heuwer, Erfinderin der Original-Sauce hat das Zeug 1949 in ihren Mix gerührt.“ – „Ach was?“ Er machte große Augen, nahm die Flasche in die Hand und drehte sie langsam. „Vom amerikanischen Ketchup-Giganten, schau an.“ Ich hatte im Internet recherchiert: „Die Sauce ist unverwüstlich. Flaschen mit dem Zeug sind schon in Schiffswracks aufgetaucht, nach Jahren im Wasser, mit Seepocken überwuchert. Ein Reisender hat berichtet, er habe die Sauce in der verbotenen Stadt Lhasa in Tibet serviert bekommen. Und im neuseeländischen Dorf Te Wairoa, das vor über 120 Jahren bei einem Vulkanausbruch zerstört wurde, fand man später unversehrte Flaschen unter meterdicken Ascheschichten.“ Ich ließ mich von meiner Erzählung mitreißen.

Coca Cola als Basis

cocacolaDer Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens zuckte mit den Schultern. „Aber dieses Zeug allein kann doch keine gute Currywurst-Sauce machen.“ Ich schaute ihn an. „Natürlich nicht. Was benutzt du denn?“ Er griff in den Kühlschrank und stellte eine Flasche Cola auf den Tresen. „Danke, dass du fragst“, sagte ich, aber ich hätte lieber ein Bier. Er schüttelte leicht den Kopf. „Das ist eine der Grundzutaten, die manche Köche benutzen – süß und als Basis tatsächlich nicht schlecht geeignet.“ Jetzt staunte ich. „Hast du das probiert?“ Er nickte. „Hab’ ich, aber ich fand die Sauce zu klebrig, und meine Gäste mochten sie auch nicht recht.“ – „Das hätte ich auch gern mal probiert“, maulte ich. Seit drei Jahren war ich Stammgast, aber bei solchen wegweisenden Experimenten wurde ich übergangen… „Du hast an dem Tag jede Menge Sauce übrig gelassen“, grinste er. Ich erinnerte mich dunkel an einen Currywurst-Tag, an dem ich zwei Flaschen stillen Wassers in mich hineingeschüttet hatte.

Fruchtig süß ohne Zucker

„Eine fruchtig Note ist aber grundsätzlich nicht verkehrt“, fuhr er fort, bückte sich und kramte drei Getränke-Kartons aus dem Kühlschrank: Orangensaft, Ananassaft, Mangosaft. „Funktioniert als Basis hervorragend“, erklärte er, „und es braucht keinen Zucker.“ – „Und wie machst du nun die Sauce?“ – „Zwiebeln andünsten, mit dem Saft ablöschen, Gewürze wie Curry, Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel dazu und das Ganze um die Hälfte einkochen lassen. Dann dieses Zeug…“, der zeigte auf die kleine Flasche mit der dunklen Sauce, die noch auf dem Tresen stand, „…und etwas Brühe untermischen, gehackte Tomaten aus der Dose dazu, abschmecken – fertig.“ Ich musste lachen, weil er das Rezept nur so heruntergerattert hatte. „Jetzt noch mal langsam und mit genauen Angaben zum Nachkochen, bitte.“ Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens blickte mir finster in die Augen. „Spinnst Du? Niemand aus unserer Branche würde freiwillig sein größtes Kapital verschenken.“ Ich nickte beruhigend und erinnerte halblaut an den „Currywurst-Krieg von St. Pauli“, in dem es vor wenigen Jahren mal öffentlichkeitswirksam um ein teuer erworbenes Saucenrezept gegangen war, die sogenannte Rote Droge. „Anton Hunger vom ‚Schmalen Handtuch’ hat das Geheimnis angeblich von einem gewissen Schorsch erhalten, ein anderer Imbissbetreiber will aber für das gleiche Rezept einen hohen vierstelligen Betrag ausgegeben haben.“ – „das sollte mir mal passieren“, brummte der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens und deutete ein Aufrollen der Hemdsärmel über seine beträchtlichen Unterarmmuskeln an. Dann aber griff er hoch und angelte sich einen kleinen Bilderrahmen, der über dem CD-Spieler hing, mit dem er gelegentlich seine Gäste traktierte. „Was ist das?“, fragte ich. „Das Rezept kannste haben“, sagte er und drückte mir das klebrige und verstaubte Ding in die Hand.

Historische Tomatensauce

Ich las: „Man schneidet die Liebesäpfel in dünne Scheiben und streut auf jede Schicht etwas Salz, bedeckt sie und lässt sie 24 Stunden liegen; dann stampft man sie gut und köchelt sie eine halbe Stunde in einem Kessel aus Glockenmetall. Schließlich fügt man Muskatblüte und Nelkenpfeffer hinzu. Gibt man dann noch fein gehackte Zwiebel und einen Schuss Brandy hinzu, erhält man ein herrliches Ketchup.“ – „Und was ist das nun?“, wiederholte ich.

Johannes Schätzler / pixelio.de

Foto: Johannes Schätzler / pixelio.de

„Das ist das erste nachgewiesene Rezept für eine Tomatensauce“, sagte er, „stammt aus dem Jahr 1812 und ist von einem gewissen James Mease.“ Ich gab mich eingeschnappt. „Na toll – mit einem 200 Jahre alten Tipp willst du mich abspeisen. Ich gehe. Und die Worcestershire-Flasche kannst Du behalten, damit deine Saucen besser gelingen.“ – „Danke, ich habe meine eigene“, schmunzelte er und zog aus einem Regal eine große Flasche. Ist auch das Original, im 19. Jahrhundert von den Chemikern John Wheeley Lea und William Henry Perrins ursprünglich als Verdauungsmittel angerührt.“ Wütend drehte ich mich um. Da hatte der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens mich ziemlich blöd dastehen lassen. „Sei nicht sauer“, versuchte er mich zu beruhigen, als er mein verärgertes Gesicht sah. Ich gab nach und schüttelte ihm versöhnlich gestimmt die Hand. Dann ging ich. „Komm bald mal wieder“, rief er mir nach, „dann sage ich dir, warum es nicht Worcestershire, sondern ‚Wusterscher Sauce’ heißt.“ Ich ließ die Tür diesmal besonders kräftig hinter mir zuknallen.

copyright 2010 Marc Reisner

Currywurst-Kolumne Teil 1 – Welche Wurst ist die beste?

Currywurst-Kolumne Teil 2 – scharf, schärfer, am schärfsten

AOK: Einmal Fastfood in der Woche ist völlig ok

August 17, 2010 by Fritti  
Filed under Pommes & Co., Tipps

Ok, die Headline stimmt nicht ganz. Einmal Fastfood in der Woche ist völlig ok, wenn man ein paar Tipps und Anregungen beherzigt und sich auch sonst ausgewogen ernährt. Aber diese Tipps haben mir gefallen und dürften auch anderen Fastfood-Fans nicht sauer aufstoßen. :) Im Ernst – guckt euch das Video mal an. Man darf ruhig Pommes und Burger essen, man muss nur Salat dazu essen. Oder so ähnlich. ;-)

Pommes zum Dippen

Die Kartoffel-Experten von McCain haben einen Schritt weitergedacht und bieten mit den neuartigen 1•2•3 Dip Frites einen genussvollen Kartoffel-Snack für alle, die Dippen lieben. Damit erfüllt McCain den Wunsch zahlreicher Verbraucher, die verstärkt spezielle Pommes zum Dippen nachfragen. Denn während es tausende Dip-Rezepte in den unterschiedlichsten Geschmacksvarianten gibt, stehen zum Snacken zumeist nur kalte Gemüsesticks zur Verfügung. Das Geheimnis der neuen Pommes liegt in der einzigartigen „Schaufelform“, mit der die Dip Frites herrlich viel Ketchup, Dip oder Soße aufnehmen können. Mit den innovativen 1•2•3 Dip Frites stellt McCain nun endlich eine echte, abwechslungsreiche Geschmacks- und Dip-Alternative vor.

1•2•3 Dip Frites werden aus der ganzen Kartoffel mit speziell geformten Schichtmessern längs geschnitten. Die dünnen knusprigen Kanten und der dickere Kartoffelkern garantieren einen einmaligen, besonders intensiven Geschmack. Ob als Fingerfood auf jeder Party, als abwechslungsreiche Beilage oder einfach als Snack für zwischendurch: 1•2•3 Dip Frites sorgen sofort für Begeisterung und machen Lust auf mehr.

Wie alle McCain-Produkte werden 1•2•3 Dip Frites nach strengsten Qualitätsstandards hergestellt und regelmäßig kontrolliert. McCain verwendet nur ausgewählte Kartoffeln von bester Qualität aus streng kontrolliertem Anbau sowie hochwertiges ungehärtetes Pflanzenöl nach Empfehlung der WHO, das vorwiegend ungesättigte Fettsäuren und keinerlei Transfette enthält.
Im Backofen zubereitet, enthält die Snack-Neuheit gerade einmal 6 Prozent Fett pro 100 g und erfüllt damit die Bedürfnisse moderner Verbraucher nach bewusster Ernährung und unbeschwertem Genuss.

Die neuen 1•2•3 Dip Frites sind ab August 2010 in der 600 g-Packung für ca. 1,79 EUR (EVP) bundesweit in der Tiefkühlabteilung erhältlich. Weitere Informationen und abwechslungsreiche Rezeptideen gibt es im Internet unter www.mccain.de.

Rezept zur WM: Fußballer-Burger

Juni 15, 2010 by Fritti  
Filed under Burger, Küche, Pommes & Co., Pommeswelt, Rezepte

Foto: McCain

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten, Zutaten für 4 Personen:

1 Packung McCain 1.2.3 Kickers (450 g)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 rote Chilischote
400 g Rinderhackfleisch
4 EL Tomatenketchup
1 EL Magerquark
1 rote Chilischote
50 g Blätter Pflücksalat
1 Salatgurke
2 Tomaten
100 g Schmand
1/2 TL Currypulver
4 Burger-Brötchen mit Sesam
4 TL Röstzwiebeln

Und so geht’s

1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die gefrorenen Kickers nach Packungsanweisung im Backofen zubereiten. Inzwischen Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln. Chilischote waschen, putzen, längs aufscheiden und die Kerne herauskratzen. Schote fein hacken.

2. Hack, Zwiebel, Knoblauch, 1 EL Ketchup, Chili und Quark verkneten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Aus der Masse 4 flache Frikadellen formen und in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Frikadellen darin unter Wenden 6 – 8 Minuten braten.

3. Salatblätter waschen und abtropfen lassen. Gurke waschen und in 12 dünne Scheiben schneiden. Tomaten waschen, putzen und in je 6 dünne Scheiben schneiden. Schmand, 3 EL Ketchup und Curry verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Brötchen halbieren. Mit je 2 Salatblättern, Frikadelle, 3 Tomatenscheiben und 3 Gurkenscheiben belegen. Jeweils 2 -3 EL Soße und 1 TL Röstzwiebeln darübergeben. Brötchendeckel darauflegen und mit den Kickers anrichten.

Die Currywurst-Kolumne (2) – scharf, schärfer, am schärfsten

Juni 10, 2010 by Fritti  
Filed under Currywurst, Infothek, Pommeswelt

“Currywurst – Alles, was man wissen muss”, so heißt das ultimative Buch über die Wurst, die wie keine andere Karriere gemacht hat in unserem Land. Geschrieben hat es der Journalist Marc Reisner, wir haben es in der Pommeswelt hier vorgestellt. Für alle, die das Buch gelesen haben und nun noch mehr von Marc Reisner über die Currywurst erfahren möchten und für alle, die es noch nicht gelesen haben, die aber einiges über die Currywurst erfahren möchte, ist diese neue Serie in der Pommeswelt. Wir konnten Marc Reisner als Kolumnisten für die Pommeswelt gewinnen und so gibt es ab heute in unregelmäßigen Abständen eine Currywurst-Kolumne in unserem Fastfood-Portal.

Eine Kolumne, die Currywurst-Freunden Spaß machen wird. Denn sie ist das, was eine gute Kolumne ausmacht, sie ist unterhaltsam. Und sie ist lehrreich. Aber lest selbst und staunt, was es alles zum Thema Currywurst zu sagen gibt. (Wusstet ihr, warum die Bratwurst Bratwurst heißt?) Der zweite Teil ist echt scharf. Es geht um Saucen. Und um Milch …

Probier mal

„Mensch, schnell, komm’ mal her“, der Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens winkte mich an seinen Stand. „Probier mal!“ Und er steckte mir einen Teelöffel entgegen. Ich probierte vorsichtig, nachdem ich kurz gepustet hatte. „Was ist das?“ – „Meine neueste Saucen-Kreation. Und Du brauchst nicht zu pusten, auf eine echte Currywurst kommt nur Sauce, die warm, aber nie heiß ist.“ Ich schmeckte, schmeckte süß, schmeckte salzig, schmeckte fruchtig – und ich schmeckte mächtig scharf. „Ui, die hat’s aber in sich.“ Der Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens griff sich ein Glas und goss es halb voll Milch. „Das hilft.“ Ich trank das Glas in einem Zug leer, schob es ihm hin und machte mit einer Handbewegung deutlich, dass ich nach mehr verlangte.

Currywurst und Pommes

Foto: Harald Wanetschka, pixelio.de

„Und: Wie fühlst du dich?“ Er grinste mich an. „Was soll das denn heißen? Erst sorgst du dafür, dass mir quasi der Dampf aus den Ohren und das Wasser aus Augen und Nase schießt, und dann fragst du mich, wie es mir geht?“ Er schnappte sich zwei Servietten aus dem Spender und drückte sie mir gegen die Brust. „Logisch. Und ich weiß auch, wie es dir jetzt geht.“ – „Klar, du hast ja sicher probiert“, grummelte ich. „Und nicht nur das. Mediziner haben herausgefunden, dass durch die Schärfe, die eine Schmerzreaktion verursacht, im Körper Endorphine ausgeschüttet werden.“

Ich schüttelte den Kopf: „Glückshormone? Du spinnst.“ Nein, behauptete er mit Nachdruck, ich werde schon sehen, nach ein paar Löffeln seiner neuen Wundersauce sei ich dösig und entspannt. „Danke, ich verzichte.“ Ich hob abwehrend die Hände. „Hab noch zu arbeiten. Außerdem muss ich dann so viel Milch trinken, dass ich ständig aufs Klo muss.“

Hot Devil

Ich blickte auf die Tafeln, auf denen er seine Produkte angeschrieben hatte: „Hot Devil?“ – „Meine neue Kreation.“ Er nickte stolz. „Verstehe. Aber was macht eigentlich diese Schärfe aus?“ Er holte Luft. „Kurzfassung bitte“, sagte ich schnell. „Okay: Früher hat man dafür oft Meerrettich verwendet, heute ist es meist Chili.“ – „Das erklärt aber noch nicht, was da so scharf ist“, bohrte ich nach und trank noch einen Schluck Milch. „Du willst wissen, wie scharf scharf ist?“ Er schaute mich prüfend an. „Nur theoretisch.“ Ich nickte. „Es gibt da ein objektives Maß. Der Chemiker Wilbur Scoville hat nämlich schon 1912 eine nach ihm benannte Skala entwickelt.“ – „Sicher eingeteilt mit Rasierklingen“, ich war immer noch sauer wegen seiner hinterlistigen Saucen-Attacke. „Nein, ausgehend von Chili und Süßwasser. Eine bestimmte Menge Chili wird dabei so lange mit dem Wasser verdünnt, bis schließlich keine Schärfe mehr zu schmecken ist.“

Foto: M. Großmann, pixelio.de

Richtig vorstellen konnte ich mir das nicht: „Und die Werte der Skala?“ – „Die gehen von 0 – also keine Schärfe spürbar – bis 16 Millionen. Das ist reines Capsaicin, also der Stoff, aus dem die scharfen Träume sind.“ – „Wer soll denn so etwas essen?“ Der Imbissbudenbesitzer meines Vertrauens schaute mich an und wedelte mit dem ausgestreckten Zeigefinger vor mir hin und her. „Niemand am besten. Schon ab 100000 Scoville schmeckt man ohnehin nichts mehr, dann tut es nur noch weh.“ – „So wie deine Sauce also“, stellte ich fest. Er blickte nachdenklich ins Leere, bückte sich dann plötzlich und begann, in seinem Kühlschrank zu kramen. „Du hast Recht, vielleicht muss ich es noch etwas milder machen…“

Zahlen – oder Scoville

„Hast du noch ein paar andere Zahlen, damit ich mir das mit der Schärfe besser vorstellen kann?“ Er tauchte wieder auf, strich sich mit dem Handrücken, an dem mittlerweile etwas Senf klebte über die Stirn und malte sich so einen gelben Streifen unter den Haaransatz. Jetzt sind wir quitt, dachte ich schadenfroh. „Hier“, er hielt mir eine Hand mit einer kleinen Flasche darin entgegen, „Tabasco, ungefähr 2500 Scoville.“ Er holte ein kleines Glas aus dem Regal. „Cayennepfeffer, je nach Sorte zwischen 30000 und 50000 Scoville.“ Er tastete mit den Fingern in einer Ablage unter dem Tresen herum und zog schließlich eine kleine Blechdose hervor: „Pfefferspray, hat mir mal ein Polizist hiergelassen, soll über fünf Millionen Scoville haben.“ Ich wich einen Schritt zurück. „Mensch, das ist doch gefährlich. Das kannst du doch nicht einfach so rumliegen lassen.“ Er fummelte am Verschluss: „Keine Ahnung, wie das funktioniert und ob es überhaupt noch geht.“ Ich war erleichtert, als er die Sprühdose wieder zur Seite legte.

„Jedenfalls tut scharfes Essen gut, weil es von innen wärmt.“ Er seufzte zufrieden und schaute nahezu verliebt auf seine Tafel. „Dann solltest du dein Geschäft nach Sibirien verlegen“, spottete ich. Er zeigte sich milde und fragte nur: „Willste jetzt eine Curry?“ „Danke“, lehnte ich ab, „ich esse lieber nachher noch etwas mit Geschmack.“ Zum Abschied hob ich kurz die Hand, drehte mich dann noch einmal halb zu ihm um: „Du solltest mal in den Spiegel schauen…“ – „Du meinst den Senf?“ Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens lächelte nachsichtig. „Habe ich schon gemerkt.

Übrigens: Bei Dir ist Sauce auf dem Hemd.“ Ich blickte nach unten. Tatsächlich: ein roter Fleck. „Pfui Grönemeyer“, fluchte ich halblaut und flüchtete. „Komm bald mal wieder“, rief er mir noch hinterher, „dann erzähle ich dir, wie eine gute Sauce gemacht wird.“

copyright 2010 Marc Reisner

Currywurst-Kolumne Teil 1 – Welche Wurst ist die beste?

Die Currywurst Kolumne (1): Welche Wurst ist die beste?

Mai 17, 2010 by Fritti  
Filed under Currywurst, Pommes & Co., Pommeswelt

“Currywurst – Alles, was man wissen muss”, so heißt das ultimative Buch über die Wurst, die wie keine andere Karriere gemacht hat in unserem Land. Geschrieben hat es der Journalist Marc Reisner, wir haben es in der Pommeswelt hier vorgestellt. Für alle, die das Buch gelesen haben und nun noch mehr von Marc Reisner über die Currywurst erfahren möchten und für alle, die es noch nicht gelesen haben, die aber einiges über die Currywurst erfahren möchte, ist diese neue Serie in der Pommeswelt. Wir konnten Marc Reisner als Kolumnisten für  die Pommeswelt gewinnen und so gibt es ab heute in unregelmäßigen Abständen eine Currywurst-Kolumne in unserem Fastfood-Portal.

Eine Kolumne, die Currywurst-Freunden Spaß machen wird. Denn sie ist das, was eine gute Kolumne ausmacht, sie ist unterhaltsam. Und sie ist lehrreich. Aber lest selbst und staunt, was es alles zum Thema Currywurst zu sagen gibt. (Wusstet ihr, warum die Bratwurst Bratwurst heißt?) Zum Start geht’s – neben vielen Antworten – um eine ganz grundsätzliche und wesentliche Frage:

Welche Wurst ist denn nun die beste Wahl für eine Currywurst?

Letztens, ich meine, es war Dienstag, war ich wieder einmal beim Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens. Er ist, ich kann das so feststellen, der König der Bratwurst-Brutzler und unbezwungener Meister der Currywürste.

Thommy Weiss, pixelio.de

„Sag mal“, sagte ich nach einer herzlichen Begrüßung und mit einer eben geöffneten Flasche Pils auf dem Tresen vor mir, „du kennst dich doch mit Currywurst aus?“ Es war unter seiner Würde, mir auf diese profane Frage zu antworten, aber wenigstens sah er mich an – auch wenn er dabei eine Augenbraue kritisch hob. „Nein, im Ernst…“ Er spürte meine Hilflosigkeit und rettete schließlich souverän die Situation: „Wer, wenn nicht ich?“ Nun bin ich eigentlich kein Freund von Gegenfragen, aber in diesem Fall nahm ich sie kommentarlos hin. „Welche Wurst ist denn da nun wirklich die beste?“, bohrte ich weiter. Er drehte sich um und drehte ein paar Bouletten, die auf dem Grill schmurgelten. „Naja“, brummelte er, als er sich wieder mir zuwandte, „da gibt’s schon Unterschiede.“

„Was ist denn mit den Kalbsbratwürsten, wie sie als St. Galler etwa die Schweizer so mögen?“ –„Vergiss es!“ Er wischte unwirsch mit dem Tuch über die Glasplatte, auf der mein Bier stand. Im letzten Moment konnte ich es hoch nehmen. „Kalb ist zu schwach, kann der Currysoße kein paroli bieten.“ – “Klar“, ich gab mich besonders verständnisvoll, um ihn in seiner Berufsehre nicht zu kränken.

Lamm, habe ich mal gehört, soll auch sehr lecker sein.“ (Tatsächlich hatte ich mit niemandem darüber gesprochen, mochte aber dem Imbissbudenbesitzer meines Vertrauens gegenüber diese kühne Idee nicht als meine ausgeben. Ich spielte seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Merguez mit klassischer Currywurst-Soße zu verfeinern.) „Kannste nehmen“, murrte er, dachte kurz nach und fügte hinzu: „Schmeckt dir meine nicht mehr?“ – „Doch, logo“, beeilte ich mich zu sagen, „wollte nur mal was Neues ausprobieren.“ Er schlug mit dem Geschirrhandtuch nach mir, das er stets über der linken Schulter hängen hatte, und ich merkte, dass ich mich verraten hatte. „Die ist grob und fett, kräftig gewürzt und schmeckt ganz gut. Harissa dazu und das passt. Currysoße braucht es da eigentlich nicht.“

heute.curry.wurst . S.G.S. pixelio.de

Wildbratwurst? Pferd?“ – „Finger weg. Wild taugt nicht jedem, und eigentlich ist es auch schade, da scharfe Soße drüber zumachen. Und Pferd – mit Schwein vermischt ginge das auch. Aber dann würden viele meiner Gäste aus Prinzip nicht mehr kommen.“ Ich dachte kurz nach: „Also doch die Klassiker Schwein und Rind. Aber in welchem Verhältnis?“ Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens wandte sich wortlos einer älteren Dame neben mir zu – nicht, weil ihn meine Frage verletzt hätte, sondern weil die Frau nach einer Currywurst verlangte. „Ja“, nahm er den Faden nach dem Servieren wieder auf, „Schwein und Rind – und das etwa zu gleichen Teilen. Nicht zu fett darf die Wurst sein, zu mager aber auch nicht.“ – „Rot oder weiß?“, die Frage lag auf der Hand, fand ich. „Das ist eine Glaubensfrage“, jetzt war er ganz bei mir. „Ich selbst würde keine rote Wurst anbieten. Das Umröten geschieht nämlich mit Hilfe von Nitritpökelsalz – und das gilt – vor allem bei Grillwürsten – als gesundheitsschädlich.“

Er schien sich zu ärgern, und ich wechselte schnell das Thema: „Ist doch toll, dass die Bratwurst Bratwurst heißt. Kochwürste gibt es ja wohl nicht…“ Er schüttelte den Kopf und stemmte seine Ellenbogen auf den Tresen. „Die Bratwurst heißt ja nicht Bratwurst, weil sie gebraten wird.“ – „Sondern?“ – „Sondern weil sie aus Brät hergestellt wird. Fein gekuttertem Fleisch.“ – „Klar, Bratwurst direkt vom Kutter“, mein dünner Witz kam nicht gut. Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens starrte mich finster an, seine Augenbrauen berührten sich fast. „Quatsch!“ Ich musste schon wieder das Thema wechseln. „Mit Pelle oder ohne?“ –„Mit Pelle ist der Klassiker, ohne Pelle war die Ostberliner Variante. Nach dem Krieg gab es im sowjetischen Part keine Därme, also entwickelte der Fleischer Max Brücker eine Wurst, bei der die Wurstmasse direkt in heißes Wasser gespritzt wurde und dort sofort fest wurde. Anfang der 50er Jahre war das. Viele finden die meist etwas aufgequollene Wurst aber nicht so appetitlich, fühlen sich dadurch an die wenig beliebten Wollwürste erinnert.

Bratwurst - Stefan Rohner, pixelio.de

Mein Ego regte sich. Ich wusste auch so einiges über Würste und vor allem Currywürste. „Kannst du mir auch sagen, warum die Currywurst meist geschnitten serviert wird?“ Ein müder Augenaufschlag war die Antwort. „Damit die Wurst besser abkühlt und damit sich die Soße besser auf den Stücken verteilen kann. Und die Currywurst-Schneidemaschine wurde 1963 in Radevormwald von Friedhelm Selbach erfunden.“ Jetzt trumpfte ich aber endgültig auf: „Und warum wurde die Currywurst im Westen geschnitten, im Osten aber fast immer im Stück serviert?“ – „Weil die misstrauischen DDR-Bürger Angst hatten, dass der Verkäufer ein Stück für sich behält, das weiß man doch.“

Er schmunzelte, und ich sah ihn wortlos an. Dann legte ich drei Euro auf den Tresen, machte ein abwehrende Handbewegung als er nach seinem Portemonnaie griff, und ging. Ich gebe zu: Ich ließ die Schultern hängen und schlurfte ein wenig. „Hey“, rief er mir hinterher und ich hörte ein Lächeln in seiner Stimme, „komm bald mal wieder. Ist immer ein Vergnügen, mit dir zu plaudern.“

Ja, lieber Marc Reisner, wir finden auch: Komm Schreib bald wieder. Ist immer ein Vergnügen, von Dir zu lesen!

copyright 2010 Marc Reisner

Vom Heißhunger zum Wunschgewicht – Tipps und Tricks

Mai 16, 2010 by Fritti  
Filed under Diät, Infothek, Pommeswelt

Wer überflüssige Pfunde verlieren will, muss den Tag über weniger Kalorien aufnehmen, als der Körper verbrennt. Doch viele plagt zwischen den Mahlzeiten immer wieder ein Hungergefühl. Ein Trick: Putzen Sie sich zwischendurch die Zähne! Der frische Geschmack verringert die Lust auf Süßes und Fettiges. Das Kauen von frischen Kräutern oder Kaugummi hat die gleiche Wirkung.

Heißhunger muss man nicht unbedingt mit Keksen oder einer Tafel Schokolade stillen. Ersetzen Sie beispielsweise den Schokoriegel durch einen Joghurt oder einen Apfel.

Auch Ayurveda kann helfen: Schluckweise warmes Wasser trinken, das füllt den Magen.

Und führen Sie ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, wo die Ursachen für ihre individuelle Hungerattacken liegen (z.B. Stress, Ärger, unregelmäßige Mahlzeiten) und wie sie in Zukunft zu umgehen sind. Ernährungstagebücher können kostenlos im Internet (z. B. auf www.biolabor.de ) abgerufen werden.

Quelle: Pressemeldung ots

Ein paar schnelle Tipps

April 13, 2010 by Fritti  
Filed under Einkaufstipps, Pommeswelt, Tipps

Berliner Currywurst

März 5, 2010 by Fritti  
Filed under Currywurst, Pommeswelt

Ich hab ja leider bisher noch nie bei Konnopkes gegessen und ich hab es – das ist ebenso bedauerlich – bisher auch immer noch nicht nach Berlin ins Currywurstmuseum geschafft – aber Web sei Dank, es gibt ja Youtube. :-)

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