24.09. Der Tag des deutschen Butterbrotes darf nicht sterben

September 24, 2009 by Fritti  
Filed under Feiern, Kulturgeschichte, Pommeswelt

butterbrot

Foto: Rainer Sturm, pixelio.de

In den Jahren zuvor hieß es am heutigen Datum immer: Esst doch mal ein Butterbrot. Muss ja nicht immer ein Burger oder ein Döner sein. Denn seit 1999 war am 24. September in Deutschland der “Tag des deutschen Butterbrotes.” Leider hat dieser Tag das Zeitliche gesegnet und wird nicht mehr offiziell begangen, denn sein Initiator, die CMA  – die Centrale Marketinggesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft ist tot.  Und so würde der heutige Tage ohne eine besondere Würdigung des traditionellen deutschen Butterbrotes vergehen, wenn – ja wenn ich nicht beschlossen hätte, den Tag des deutschen Butterbrotes einfach nicht sterben zu lassen. Feiern wir ihn eben hier in der Pommeswelt und würdigen wir das deutsche Butterbrot als allzeit sättigende Alternative zu Pommes, Fastfood und Co.

Das Butterbrot – in der Wikipedia als eine mit Butter bestrichene Scheibe Brot beschrieben – gibt’s schon lange in unserem Land, manche essen es zum Frühstück, es machte Karriere als Pausenbrot und sehr viele Menschen essen am Abend zum Abendbrot ebenfalls ein Butterbrot. Es schmeckt uns schon von frühen Kindesbeinen an,  für viele war es sicher die erste feste Nahrung überhaupt. Eigentlich kein Wunder, dass wir uns ein Leben ohne Butterbrot nicht vorstellen können.

Aber nähern wir uns am heutigen Tag des deutschen Butterbrotes dem Corpus delicti doch erst mal an und fragen uns:

Wie entsteht ein Butterbrot? Read more

George Crum und die Kartoffelchips

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Ein Beitrag, den ich gerade zufällig gefunden habe, ist eine gute Gelegenheit, einen unserer Evergreen-Artikel noch mal zu verlinken: Woher kommen eigentlich die Pommes? Denn schließlich spielt George Crum dabei und darin eine nicht unbedeutende Rolle.

Currywurstmuseum 2.0

Februar 10, 2009 by Frank  
Filed under Currywurst, Infothek, Kulturgeschichte, Pommeswelt

Es gab schon einmal einen Eintrag hier der Pommeswelt zum Thema Currywurstmuseum. Das ist schon eine Weile her. Scheinbar hat es wohl doch länger gedauert als geplant mit der Eröffnung. Inzwischen tut sich offenbar wieder etwas um das Thema. Zumindest gibt es schon eine Website für ein Currywurstmuseum, das in diesem Jahr in Berlin eröffnen soll. Erwartet werden350.000 Besucher pro Jahr.

currywurstmuseum

Die Betreiber – die E.I. Edutainment International GmbH – sind der Meinung, dass die Currywurst zu Berlin gehört wie das Brandenburger Tor.

“Hier wurde sie erfunden und zum Patent angemeldet, hier wird sie Tag und Nacht an mehreren hundert Imbissbuden verkauft – hier besitzt sie Kultstatus.”

Und so heißt es auf der Website weiter:

“Mit der Gründung des Deutschen Currywurst Museum Berlin wird langfristig und nachhaltig die Currywurst als populärer Teil deutschen Kulturguts sowohl national als auch international institutionalisiert.”

Einen Imbiss wird es im Currywurst-Museum natürlich auch geben. Und offenbar hat man auch da einen hohen Anspruch:

“Die gastronomische Umsetzung des Currywurst-Kults nicht nur für Besucher der Ausstellung! Die ultimative Berliner Currywurst, internationale Rezepte – eine Imbiss-Lounge der Extraklasse. Ein MUSS für Berlin-Besucher aus aller Welt und natürlich jeden Berliner.”

Nun denn – eines ist sicher – bei unserem nächsten Berlin-Besuch hat das Pommeswelt-Team schon jetzt ein ultimatives Ausflugsziel auf der Liste. :-)

Woher kommen eigentlich die Pommes?

Januar 18, 2009 by Fritti  
Filed under Infothek, Kulturgeschichte, Pommeswelt

Also zunächst mal – eines ist eigentlich klar:  Pommes frites gab’s schon bei den Römern und Galliern. Aber -so klar ist es dann wohl doch wieder nicht, denn über die Herkunft der Pommes streiten sich die Menschen, seitdem sie sie essen. Zwar ist es mit den Pommesessern ein wenig wie mit den Lindenstraßenguckern – die Wenigsten bekennen sich zu ihrer Leidenschaft, aber viele würden sie gerne erfunden haben:

Behauptung Nummer 1:
Pommes kommen aus Frankreich. Bereits König Louis Philippe soll sie im Jahr 1837 gemeinsam mit dem als Feinschmecker bekannten Duc d’Orleans gegessen haben. Damals hießen sie allerdings noch nicht Pommes frites, sondern Pommes Pont-Neuf. Wegen ihrer sichelförmigen Form benannt nach einer Pariser Seine-Brücke. An dieser Brücke sollen damals außerdem dicke Kartoffelscheiben über Holzkohlen gebraten worden und als Snack an Passanten verkauft worden sein. Wohlgemerkt – gebraten und nicht frittiert! Außerdem – die Kartoffel selbst kam erst gegen 1800 nach Paris und auch in der 1826 erstmals erschienenen “Physiologie des Geschmacks” von Brillat-Savarin wird sie noch mit keinem Wort erwähnt. An einen französischen Ursprung der Pommes frites zu glauben, fällt dementsprechend schwer.

Behauptung Nummer 2:
Pommes kommen aus Amerika. 1853 soll George Crum, ein amerikanischer Koch indianischer Herkunft, im Staat New York erstmals seine heute noch in jedem amerikanischen Kochbuch vertretenen “Saratoga Chips” in seinem Restaurant serviert haben. (Das erste schriftliche Rezept für Saratoga Chips ist allerdings erst aus dem Jahr 1878 überliefert!) Im “American Heritage Cookbook” ist erwähnt, wie es zu diesen Chips gekommen sein soll: Einem Gast waren die servierten Kartoffelscheiben zu dick. Er beschwerte sich und schickte sie in die Küche zurück. Daraufhin erhielt er wesentlich dünnere Kartoffeln, die ihm aber immer noch zu dick waren. Der Gast wiederholte seine Beschwerde. Der Koch Crum wurde sauer und servierte so hauchdünne Kartoffelscheiben, dass man sie nicht mehr mit der Gabel aufspießen konnte. Damit hatte George Crum eine neue Spezialität kreiert – die Saratoga Chips. Sie scheinen aber eher mit Kartoffelchips als mit Pommes frites verwandt zu sein. “Echte” Pommes aber lernten die Amerikaner eigentlich erst während des ersten Weltkriegs kennen und zwar in Europa! Denn schließlich reden wir hier nicht von Kartoffelchips, sondern von French Fries. Denn so heißen die Pommes in Amerika wirklich.

Behauptung Nummer 3:

Pommes kommen aus England. Immerhin auch ein Land, in dem man Pommes beziehungsweise Chips an jeder Ecke bekommt. Aber auch in Großbritannien kommt man nicht richtig weiter. Die englische Kulinarhistorikerin C. Anne Wilson hat festgestellt, dass frittierte Kartoffeln erst seit 1870 auf den britischen Inseln gegessen werden.

Behauptung Nummer 4:

Pommes kommen aus Belgien. In der Tat – wer jemals in Belgien war und die belgische Küche genießen durfte, der würde vermutlich ganz ohne wissenschaftlichen Hintergrund felsenfest behaupten: Die Pommes frites müssen belgischen Ursprungs sein! Denn hier bekommt man Pommes als Beilage zu fast jedem (!) Gericht. Sogar zu Krabbensalat! Und wirklich gut sind sie auch, die belgischen Pommes. Die Belgier haben es quasi schriftlich, dass sie die Erfinder der Pommes sind. Und das nicht nur im Asterix-Comic. In einem Manuskript aus dem Jahr 1781 von einem gewissen Joseph Gérard heißt es: “Die Einwohner von Namur, Huy, Andenne und Dinant haben die Gewohnheit in der Maas zu fischen, diesen Fang dann zu frittieren, um ihren Speisezettel zu erweitern, v.a. den der armen Leute. Wenn die Gewässer zugefroren sind und das Angeln nur schwer möglich ist, schneiden die Einwohner Kartoffeln in Fischform und frittieren diese dann. Diese Vorgehensweise ist mehr als 100 Jahre alt.” Das bedeutet – Belgier aßen demnach schon etwa 1680 (!) frittierte Kartoffeln! Pommes frites könnten also aus nichts anderem als dem Versuch entstanden sein, kleine sprottenähnliche Fische zu ersetzen.

Dieser Meinung ist man im übrigen auch bei der WELT am Sonntag: Fritten sind eine Erfindung Belgiens – und hier schmecken sie am besten

Behauptung Nummer 5:

Pommes kommen aus Deutschland. Kein Geringerer als Heinz Erhardt hat eindeutig festgestellt, wer die Pommes frites erfunden hat: “Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig, weiß man zwar viel, doch viel zu wenig. So ist es zum Beispiel nicht bekannt, dass er die Bratkartoffeln erfand! Drum heißen sie auch – das ist kein Witz – Pommes Fritz!”

Tatsache ist: Pommes kommen aus Mittelamerika… Von dort kam 1493 die Kartoffel nach Europa.

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So viel zu den Pommes. Und wer erfand die Bratkartoffel?

Henriette Josefa Braths. :-) Nachzulesen auf www.brathskartoffel.de

Über die Kulturgeschichte der deutschen Küche

Januar 9, 2009 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

“Der Sieg der Germanen über die Römer vor 2000 Jahren hat die deutsche Küche geprägt. Wäre die Varus-Schlacht anders ausgegangen, würden die Kochgewohnheiten vermutlich ganz anders aussehen. Wissenschaftler Peter Peter erklärt die Kulturgeschichte der deutschen Küche.

Frittenmuseum

August 4, 2008 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

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Pommes kommen aus Belgien. Und so gibt es in Brügge jetzt für die Fritten ein eigenes Museum. Dort findet man Geräte zur Herstellung aus dem 18. Jahrhundert, verschiedene Kochtöpfe, Kartoffelschneider oder auch Backöfen. Und natürlich kann man dort auch original belgische Pommes probieren.

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Die Netzzeitung berichtet, dass die Idee eines Frietmuseums allerdings nicht ganz neu sei. In Antwerpen gibt es ebenfalls eine Pommesbude mit angeschlossenem Museum. Auf dem Groenplaats nahe der Kathedrale steht das Frietkotmuseum.

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Neues über die Kartoffel aus Brandenburg

Juli 23, 2008 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

Wir schreiben das Jahr der Kartoffel. Für das Land Brandenburg Anlass genug, eine 100 Seiten starke Broschüre herauszubringen mit vielen Infos über das wichtige und so geliebte Grundnahrungsmittel, die man beim Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums in der Pressestelle kostenfrei bestellen kann.

Mehr zum Kartoffelland Brandenburg und die konkrete Bestelladresse für “Neues aus der Akte Pommes Fritz, mit Adressteil und Zeittafel”hier.

Latest question

Juli 13, 2008 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

Ich hab einen Account bei 103bees.com. Dort erhält man auch eine Übersicht, über die Suchanfragen, die gestellt wurden. Heute lese ich bei latest questions:

wer erfant die pommes? (sic!)

Guckst du hier. :-)

Goldene Knollen

Juli 12, 2008 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

2008 ist das Jahr der Kartoffel. Ein lesenswerter Bericht bei Heise mit interessanten Fakten und Informationen.

Das Gesetz der Knolle

Juli 11, 2008 by Fritti  
Filed under Kulturgeschichte, Pommeswelt

Steigt das Einkommen, sinkt der Kartoffelverbrauch und wahrscheinlich würden heutzutage noch weniger Kartoffeln gegessen, gäbe es die Pommes frites nicht. Das Gesetz der Knolle – ein lesenswerter Artikel aus der Schweiz.

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