And the winner is…
Juli 8, 2010 by Fritti
Filed under Fun, In eigener Sache, Pommeswelt
Ich hatte versprochen, unter allen, die mich im Halbfinale unterstützen und das hier in der Pommeswelt kund tun, ein Currywurstbuch zu verlosen. Nun – ganze 12 Leute haben doch tatsächlich mal kommentiert.
Das freut mich, zeigt aber auch, wie wenig kommentarfreudig die Pommesweltbesucher sind. Aber das sind wir ja schon gewohnt. So waren die Chancen größer für die einzelnen Kommentatoren und das Los hat auch bereits entschieden.
Das Currywurstbuch gewinnt Kommentar Nummer 5, und das ist Steffen! Herzlichen Glückwunsch!
Lieber Steffen, eine Email mit der Bitte um die Postanschrift ist raus. Sobald ich die Adresse habe, geht eine geballte Ladung Currywurstwissen auf die Reise.
Und nicht vergessen: Fritti ist im Finale der Blog-WM und braucht eure Stimmen! Hier könnt ihr direkt abstimmen.
Die Currywurst-Kolumne (2) – scharf, schärfer, am schärfsten
Juni 10, 2010 by Fritti
Filed under Currywurst, Infothek, Pommeswelt, featured
“Currywurst – Alles, was man wissen muss”, so heißt das ultimative Buch über die Wurst, die wie keine andere Karriere gemacht hat in unserem Land. Geschrieben hat es der Journalist Marc Reisner, wir haben es in der Pommeswelt hier vorgestellt. Für alle, die das Buch gelesen haben und nun noch mehr von Marc Reisner über die Currywurst erfahren möchten und für alle, die es noch nicht gelesen haben, die aber einiges über die Currywurst erfahren möchte, ist diese neue Serie in der Pommeswelt. Wir konnten Marc Reisner als Kolumnisten für die Pommeswelt gewinnen und so gibt es ab heute in unregelmäßigen Abständen eine Currywurst-Kolumne in unserem Fastfood-Portal.
Eine Kolumne, die Currywurst-Freunden Spaß machen wird. Denn sie ist das, was eine gute Kolumne ausmacht, sie ist unterhaltsam. Und sie ist lehrreich. Aber lest selbst und staunt, was es alles zum Thema Currywurst zu sagen gibt. (Wusstet ihr, warum die Bratwurst Bratwurst heißt?) Der zweite Teil ist echt scharf. Es geht um Saucen. Und um Milch …
Probier mal
„Mensch, schnell, komm’ mal her“, der Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens winkte mich an seinen Stand. „Probier mal!“ Und er steckte mir einen Teelöffel entgegen. Ich probierte vorsichtig, nachdem ich kurz gepustet hatte. „Was ist das?“ – „Meine neueste Saucen-Kreation. Und Du brauchst nicht zu pusten, auf eine echte Currywurst kommt nur Sauce, die warm, aber nie heiß ist.“ Ich schmeckte, schmeckte süß, schmeckte salzig, schmeckte fruchtig – und ich schmeckte mächtig scharf. „Ui, die hat’s aber in sich.“ Der Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens griff sich ein Glas und goss es halb voll Milch. „Das hilft.“ Ich trank das Glas in einem Zug leer, schob es ihm hin und machte mit einer Handbewegung deutlich, dass ich nach mehr verlangte.
„Und: Wie fühlst du dich?“ Er grinste mich an. „Was soll das denn heißen? Erst sorgst du dafür, dass mir quasi der Dampf aus den Ohren und das Wasser aus Augen und Nase schießt, und dann fragst du mich, wie es mir geht?“ Er schnappte sich zwei Servietten aus dem Spender und drückte sie mir gegen die Brust. „Logisch. Und ich weiß auch, wie es dir jetzt geht.“ – „Klar, du hast ja sicher probiert“, grummelte ich. „Und nicht nur das. Mediziner haben herausgefunden, dass durch die Schärfe, die eine Schmerzreaktion verursacht, im Körper Endorphine ausgeschüttet werden.“
Ich schüttelte den Kopf: „Glückshormone? Du spinnst.“ Nein, behauptete er mit Nachdruck, ich werde schon sehen, nach ein paar Löffeln seiner neuen Wundersauce sei ich dösig und entspannt. „Danke, ich verzichte.“ Ich hob abwehrend die Hände. „Hab noch zu arbeiten. Außerdem muss ich dann so viel Milch trinken, dass ich ständig aufs Klo muss.“
Hot Devil
Ich blickte auf die Tafeln, auf denen er seine Produkte angeschrieben hatte: „Hot Devil?“ – „Meine neue Kreation.“ Er nickte stolz. „Verstehe. Aber was macht eigentlich diese Schärfe aus?“ Er holte Luft. „Kurzfassung bitte“, sagte ich schnell. „Okay: Früher hat man dafür oft Meerrettich verwendet, heute ist es meist Chili.“ – „Das erklärt aber noch nicht, was da so scharf ist“, bohrte ich nach und trank noch einen Schluck Milch. „Du willst wissen, wie scharf scharf ist?“ Er schaute mich prüfend an. „Nur theoretisch.“ Ich nickte. „Es gibt da ein objektives Maß. Der Chemiker Wilbur Scoville hat nämlich schon 1912 eine nach ihm benannte Skala entwickelt.“ – „Sicher eingeteilt mit Rasierklingen“, ich war immer noch sauer wegen seiner hinterlistigen Saucen-Attacke. „Nein, ausgehend von Chili und Süßwasser. Eine bestimmte Menge Chili wird dabei so lange mit dem Wasser verdünnt, bis schließlich keine Schärfe mehr zu schmecken ist.“
Richtig vorstellen konnte ich mir das nicht: „Und die Werte der Skala?“ – „Die gehen von 0 – also keine Schärfe spürbar – bis 16 Millionen. Das ist reines Capsaicin, also der Stoff, aus dem die scharfen Träume sind.“ – „Wer soll denn so etwas essen?“ Der Imbissbudenbesitzer meines Vertrauens schaute mich an und wedelte mit dem ausgestreckten Zeigefinger vor mir hin und her. „Niemand am besten. Schon ab 100000 Scoville schmeckt man ohnehin nichts mehr, dann tut es nur noch weh.“ – „So wie deine Sauce also“, stellte ich fest. Er blickte nachdenklich ins Leere, bückte sich dann plötzlich und begann, in seinem Kühlschrank zu kramen. „Du hast Recht, vielleicht muss ich es noch etwas milder machen…“
Zahlen – oder Scoville
„Hast du noch ein paar andere Zahlen, damit ich mir das mit der Schärfe besser vorstellen kann?“ Er tauchte wieder auf, strich sich mit dem Handrücken, an dem mittlerweile etwas Senf klebte über die Stirn und malte sich so einen gelben Streifen unter den Haaransatz. Jetzt sind wir quitt, dachte ich schadenfroh. „Hier“, er hielt mir eine Hand mit einer kleinen Flasche darin entgegen, „Tabasco, ungefähr 2500 Scoville.“ Er holte ein kleines Glas aus dem Regal. „Cayennepfeffer, je nach Sorte zwischen 30000 und 50000 Scoville.“ Er tastete mit den Fingern in einer Ablage unter dem Tresen herum und zog schließlich eine kleine Blechdose hervor: „Pfefferspray, hat mir mal ein Polizist hiergelassen, soll über fünf Millionen Scoville haben.“ Ich wich einen Schritt zurück. „Mensch, das ist doch gefährlich. Das kannst du doch nicht einfach so rumliegen lassen.“ Er fummelte am Verschluss: „Keine Ahnung, wie das funktioniert und ob es überhaupt noch geht.“ Ich war erleichtert, als er die Sprühdose wieder zur Seite legte.
„Jedenfalls tut scharfes Essen gut, weil es von innen wärmt.“ Er seufzte zufrieden und schaute nahezu verliebt auf seine Tafel. „Dann solltest du dein Geschäft nach Sibirien verlegen“, spottete ich. Er zeigte sich milde und fragte nur: „Willste jetzt eine Curry?“ „Danke“, lehnte ich ab, „ich esse lieber nachher noch etwas mit Geschmack.“ Zum Abschied hob ich kurz die Hand, drehte mich dann noch einmal halb zu ihm um: „Du solltest mal in den Spiegel schauen…“ – „Du meinst den Senf?“ Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens lächelte nachsichtig. „Habe ich schon gemerkt.
Übrigens: Bei Dir ist Sauce auf dem Hemd.“ Ich blickte nach unten. Tatsächlich: ein roter Fleck. „Pfui Grönemeyer“, fluchte ich halblaut und flüchtete. „Komm bald mal wieder“, rief er mir noch hinterher, „dann erzähle ich dir, wie eine gute Sauce gemacht wird.“
copyright 2010 Marc Reisner
Currywurst-Kolumne Teil 1 – Welche Wurst ist die beste?
Pommeswelt-Krümel (11/10)
Juni 6, 2010 by Fritti
Filed under Krümel, Pommeswelt
Wir haben mal wieder die Reste zusammengefegt und mit dem Pommespicker aufgespießt:
Photoshop-Wettbewerb: 25 schreckliche Fastfood-Zukunftsvisionen
Fastfood-Sünden im Wohlfühlblog
Personalisierte Bierflaschen-Etiketten
Goodbye Schrotti’s Inn (ein Deppenapostroph weniger… – sorry, aber das konnte ich mir nicht verkneifen. Bin ja auch Mitinitiatorin der Protextbewegung. *g)
Currywurst Lieferservice in Wuppertal
Kalorien bei McDonalds – ein Update
Manchmal muss es Fastfood sein. Genau!
Blödelblog: Wenn Fastfood zukünftig Überhand nimmt
Leserpost: Neue Currywurstbude in Mannheim
Juni 4, 2010 by Fritti
Filed under Fastfood-Lokale, National, Pommeswelt
Das kommt nicht so oft vor, hat uns aber sehr gefreut – Pommeswelt-Leserin Susanne hat uns eine Mail geschrieben und darin eine neue Currywurstbude in Mannheim vorgestellt: Das Koeri. Sie schreibt dazu:
In Mannheim waren reine Currywurstbuden immer rar, meist nicht lang vor Ort und die Wurst, naja. Jetzt hat das Koeri (www.koeri.de) aufgemacht und es ist echt toll. Nette Atmosphäre, die Einrichtung auf das wesentliche beschränkt (um die Aufmerksamkeit aufs Essen zu lenken), gute Wurst (verschiedene zur Auswahl, z.B. Rind, Geflügel, Tofu), selbstgemachte diverse Saucen für Wurst und Pommes (Frittensauce, französische Kräuter und Chili-Cheese sind meine Favoriten)- wenn man sich nicht für eine entscheiden kann nimmt man den Sampler mit 3 verschiedenen Saucen, hausgemachte Salate und, und, und. Öffnungszeiten sind auch gut, Freitags und Samstags sogar bis 3 aber auf jeden Fall bis 1. Und es sind aber auch zu jeder Tages- und Nachtzeit Leute da.
Es ist strategisch günstig gelegen in der Innenstadt schräg gegenüber von einem großen Kino, nicht weit vom Bahnhof und auch ein paar Clubs liegen in unmittelbarer Umgebung. Man kann auch zwischen verschiedenen Schärfegraden wählen, von gar nicht scharf bis Stufe 8 (hat bisher nur 1 geschafft, siehe Hall of Flame auf der HP). Ich bin leider nicht über 3 hinausgekommen. Man bekommt ein Bonusheft, wo man jedes Menü (genannt Koerideal, bei 10 gibts 1 gratis) und jeden erreichten Schärfegrad abgestempelt bekommt.
Außerdem werden verschiedene Menüs angeboten, z.B. Schimanski-Teller (mit Bier statt AFG), SurfTurf (mit Krabben), Schmusischmaus (für 2 mit Prosecco und Nachtisch), Schwarzwälder Hüttenwurst (mit Käse gefüllt und mit Bacon umwickelt dazu Kartoffelsalat) oder das Highlight mit Blattgold und Schampus. Außerdem gibt es noch nen leckeren Burger im Angebot, für den “gesunden Esser” grünen Salat und auch “Rotationstiere” (Brathähnchen).
Und mein persönliches Highlight ist das Koerifondue. Ein Fonduetopf mit Currysauce, dazu 4x Wurst, 2x Pommes und Saucensampler für 2 Personen. Die Preise sind vollkommen okay, denn Qualität von Essen und Service sind echt super. Leider ist es manchmal schon fast zu eng im Laden, da zu viele Leute da sind
Im Laufe des Jahres wird nebenan noch eine Suppenbar aufmachen, die dazugehört. Da sind wir auch schon gespannt drauf. Auf jeden Fall sehr empfehlenswert, falls ihr mal in Mannheim oder Umgebung seid.
Toll! Vielen Dank für diesen Bericht! Da brauchen die Leute vom Koeri ja gar nicht mehr unsere Interviewfragen zu beantworten. Es ist ja schon alles gesagt.
Na ja fast alles. Und wer noch mehr wissen will, kann sich auch mal auf der Website umgucken:
Und dann wäre noch zu sagen – die Koeri-Leute haben auch ein Blog. Haben wir sofort in unsere Blogroll aufgenommen und natürlich auch den RSS-Feed abonniert.
Die Currywurst Kolumne (1): Welche Wurst ist die beste?
Mai 17, 2010 by Fritti
Filed under Currywurst, Pommes & Co., Pommeswelt, featured
“Currywurst – Alles, was man wissen muss”, so heißt das ultimative Buch über die Wurst, die wie keine andere Karriere gemacht hat in unserem Land. Geschrieben hat es der Journalist Marc Reisner, wir haben es in der Pommeswelt hier vorgestellt. Für alle, die das Buch gelesen haben und nun noch mehr von Marc Reisner über die Currywurst erfahren möchten und für alle, die es noch nicht gelesen haben, die aber einiges über die Currywurst erfahren möchte, ist diese neue Serie in der Pommeswelt. Wir konnten Marc Reisner als Kolumnisten für die Pommeswelt gewinnen und so gibt es ab heute in unregelmäßigen Abständen eine Currywurst-Kolumne in unserem Fastfood-Portal.
Eine Kolumne, die Currywurst-Freunden Spaß machen wird. Denn sie ist das, was eine gute Kolumne ausmacht, sie ist unterhaltsam. Und sie ist lehrreich. Aber lest selbst und staunt, was es alles zum Thema Currywurst zu sagen gibt. (Wusstet ihr, warum die Bratwurst Bratwurst heißt?) Zum Start geht’s – neben vielen Antworten – um eine ganz grundsätzliche und wesentliche Frage:
Welche Wurst ist denn nun die beste Wahl für eine Currywurst?
Letztens, ich meine, es war Dienstag, war ich wieder einmal beim Imbissbuden-Besitzer meines Vertrauens. Er ist, ich kann das so feststellen, der König der Bratwurst-Brutzler und unbezwungener Meister der Currywürste.
„Sag mal“, sagte ich nach einer herzlichen Begrüßung und mit einer eben geöffneten Flasche Pils auf dem Tresen vor mir, „du kennst dich doch mit Currywurst aus?“ Es war unter seiner Würde, mir auf diese profane Frage zu antworten, aber wenigstens sah er mich an – auch wenn er dabei eine Augenbraue kritisch hob. „Nein, im Ernst…“ Er spürte meine Hilflosigkeit und rettete schließlich souverän die Situation: „Wer, wenn nicht ich?“ Nun bin ich eigentlich kein Freund von Gegenfragen, aber in diesem Fall nahm ich sie kommentarlos hin. „Welche Wurst ist denn da nun wirklich die beste?“, bohrte ich weiter. Er drehte sich um und drehte ein paar Bouletten, die auf dem Grill schmurgelten. „Naja“, brummelte er, als er sich wieder mir zuwandte, „da gibt’s schon Unterschiede.“
„Was ist denn mit den Kalbsbratwürsten, wie sie als St. Galler etwa die Schweizer so mögen?“ –„Vergiss es!“ Er wischte unwirsch mit dem Tuch über die Glasplatte, auf der mein Bier stand. Im letzten Moment konnte ich es hoch nehmen. „Kalb ist zu schwach, kann der Currysoße kein paroli bieten.“ – “Klar“, ich gab mich besonders verständnisvoll, um ihn in seiner Berufsehre nicht zu kränken.
„Lamm, habe ich mal gehört, soll auch sehr lecker sein.“ (Tatsächlich hatte ich mit niemandem darüber gesprochen, mochte aber dem Imbissbudenbesitzer meines Vertrauens gegenüber diese kühne Idee nicht als meine ausgeben. Ich spielte seit einiger Zeit mit dem Gedanken, eine Merguez mit klassischer Currywurst-Soße zu verfeinern.) „Kannste nehmen“, murrte er, dachte kurz nach und fügte hinzu: „Schmeckt dir meine nicht mehr?“ – „Doch, logo“, beeilte ich mich zu sagen, „wollte nur mal was Neues ausprobieren.“ Er schlug mit dem Geschirrhandtuch nach mir, das er stets über der linken Schulter hängen hatte, und ich merkte, dass ich mich verraten hatte. „Die ist grob und fett, kräftig gewürzt und schmeckt ganz gut. Harissa dazu und das passt. Currysoße braucht es da eigentlich nicht.“
„Wildbratwurst? Pferd?“ – „Finger weg. Wild taugt nicht jedem, und eigentlich ist es auch schade, da scharfe Soße drüber zumachen. Und Pferd – mit Schwein vermischt ginge das auch. Aber dann würden viele meiner Gäste aus Prinzip nicht mehr kommen.“ Ich dachte kurz nach: „Also doch die Klassiker Schwein und Rind. Aber in welchem Verhältnis?“ Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens wandte sich wortlos einer älteren Dame neben mir zu – nicht, weil ihn meine Frage verletzt hätte, sondern weil die Frau nach einer Currywurst verlangte. „Ja“, nahm er den Faden nach dem Servieren wieder auf, „Schwein und Rind – und das etwa zu gleichen Teilen. Nicht zu fett darf die Wurst sein, zu mager aber auch nicht.“ – „Rot oder weiß?“, die Frage lag auf der Hand, fand ich. „Das ist eine Glaubensfrage“, jetzt war er ganz bei mir. „Ich selbst würde keine rote Wurst anbieten. Das Umröten geschieht nämlich mit Hilfe von Nitritpökelsalz – und das gilt – vor allem bei Grillwürsten – als gesundheitsschädlich.“
Er schien sich zu ärgern, und ich wechselte schnell das Thema: „Ist doch toll, dass die Bratwurst Bratwurst heißt. Kochwürste gibt es ja wohl nicht…“ Er schüttelte den Kopf und stemmte seine Ellenbogen auf den Tresen. „Die Bratwurst heißt ja nicht Bratwurst, weil sie gebraten wird.“ – „Sondern?“ – „Sondern weil sie aus Brät hergestellt wird. Fein gekuttertem Fleisch.“ – „Klar, Bratwurst direkt vom Kutter“, mein dünner Witz kam nicht gut. Der Imbissbudenbetreiber meines Vertrauens starrte mich finster an, seine Augenbrauen berührten sich fast. „Quatsch!“ Ich musste schon wieder das Thema wechseln. „Mit Pelle oder ohne?“ –„Mit Pelle ist der Klassiker, ohne Pelle war die Ostberliner Variante. Nach dem Krieg gab es im sowjetischen Part keine Därme, also entwickelte der Fleischer Max Brücker eine Wurst, bei der die Wurstmasse direkt in heißes Wasser gespritzt wurde und dort sofort fest wurde. Anfang der 50er Jahre war das. Viele finden die meist etwas aufgequollene Wurst aber nicht so appetitlich, fühlen sich dadurch an die wenig beliebten Wollwürste erinnert.
Mein Ego regte sich. Ich wusste auch so einiges über Würste und vor allem Currywürste. „Kannst du mir auch sagen, warum die Currywurst meist geschnitten serviert wird?“ Ein müder Augenaufschlag war die Antwort. „Damit die Wurst besser abkühlt und damit sich die Soße besser auf den Stücken verteilen kann. Und die Currywurst-Schneidemaschine
wurde 1963 in Radevormwald von Friedhelm Selbach erfunden.“ Jetzt trumpfte ich aber endgültig auf: „Und warum wurde die Currywurst im Westen geschnitten, im Osten aber fast immer im Stück serviert?“ – „Weil die misstrauischen DDR-Bürger Angst hatten, dass der Verkäufer ein Stück für sich behält, das weiß man doch.“
Er schmunzelte, und ich sah ihn wortlos an. Dann legte ich drei Euro auf den Tresen, machte ein abwehrende Handbewegung als er nach seinem Portemonnaie griff, und ging. Ich gebe zu: Ich ließ die Schultern hängen und schlurfte ein wenig. „Hey“, rief er mir hinterher und ich hörte ein Lächeln in seiner Stimme, „komm bald mal wieder. Ist immer ein Vergnügen, mit dir zu plaudern.“
Ja, lieber Marc Reisner, wir finden auch: Komm Schreib bald wieder. Ist immer ein Vergnügen, von Dir zu lesen!
copyright 2010 Marc Reisner
Pommeswelt-Krümel (10/10)
Mai 16, 2010 by Fritti
Filed under Krümel, Pommeswelt
Wir haben mal wieder die Reste zusammengefegt und mit dem Pommespicker aufgespießt:
Keine Spielzeuggeschenke in Fastfood-Restaurants
Die längste Currywurst der Welt
Ludger ruft: Essen kommen und Pommeswelt-Besucher gehen hin. (by the way Ludger – schalte mal auf sprechende URLs um, dann kommen _noch_ mehr Besucher.
Neues Imbiss-Konzept: Viva la Wurst.
Pommeswelt-Krümel (09/10)
April 27, 2010 by Fritti
Filed under Krümel, Pommeswelt
Wir haben mal wieder die Reste zusammengefegt und mit dem Pommespicker aufgespießt:
Die Hannoversche Currywurstgesellschaft
Von Currywürsten und Kernkompetenzen
Restaurantkritiker bei Fastfood-Kette McDonald´s – Ernüchterndes Ergebnis
WM 2010 Marketing by Coca Cola Company Südafrika
Carrie Underwood isst niemals Fastfood
Ist Fastfood so schlecht wie sein Ruf?
Hähnchen und Fritten machen schwul
Erste Hot Dog Universität in Chicago eröffnet
Wie die schärfste Cola der Welt entstand
Die beliebteste Fast food Kette in Amerika
Berliner Currywurst
März 5, 2010 by Fritti
Filed under Currywurst, Pommeswelt
Ich hab ja leider bisher noch nie bei Konnopkes gegessen und ich hab es – das ist ebenso bedauerlich – bisher auch immer noch nicht nach Berlin ins Currywurstmuseum geschafft – aber Web sei Dank, es gibt ja Youtube.
Pommeswelt-Krümel (4/10)
Februar 28, 2010 by Fritti
Filed under Krümel, Pommeswelt
Wir haben mal wieder die Reste zusammengefegt:
Britney Spears: Valentinstag mit Fastfood
Goodbye Fastfood: McDonalds trennt sich von Heidi Klum als Werbegesicht
Voll vegan – BurgerKing greift mit Kaffee an
McDonalds ringt mit Klischees und Vorurteilen
Rezept: Hausgemachte Backofenpommes
So gelingt Currywurst perfekt!
“Eine Currywurst zu essen, kann ein erotisches Erlebnis sein”
Pommeswelt-Krümel (02/10)
Januar 24, 2010 by Fritti
Filed under Krümel, Pommeswelt
Wir haben mal wieder die Reste zusammengefegt und aufgepickt:
Jessy isst Currywurst Gold. Und bloggt aus der Schule. Tzz.
1.2.3 Curvers von McCain im Test
Die verrücktesten Fastfoodbuden
Actifry im Test – frittieren ohne Fett?
Burger King schenkt in USA erstmals Bier aus.
Burger King eröffnet erste Filiale in Russland
Rezept: Chili Cheese Pommes








